Geschichte

Aufgrund der hohen Jugendarbeitslosigkeit des Jahres 1984 trat die Peiner Dienststelle des Arbeitsamtes Hildesheim mit der Bitte an die Kirchengemeinde heran, Möglichkeiten zur Durchführung von Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen (ABM) für junge Erwachsene bis 25 Jahre zu prüfen. Bereits im März 1985 startete die erste ABM, in der zwölf Teilnehmer und 2 Anleiter (Holz und Metall) sowie ein Sozialpädagoge beschäftigt waren.

Parallel dazu wurde die Arbeit mit der ASG fortgesetzt. Die Grenzen dieser Arbeit wurden mit der Zeit immer deutlicher, da sie die Erwartungen der arbeitslosen Menschen nicht erfüllen konnte. Die Sozialberatung vermochte bestenfalls die Auswirkungen von Arbeitslosigkeit wie Schulden, Drogenprobleme, Eheprobleme zu bereinigen, nicht aber die grundlegende Perspektivlosigkeit zu beseitigen.

Es fehlte an der Bereitstellung von Dauerarbeitsplätzen. Die Arbeitslosen verfügten durchweg über Erfahrungen im Arbeitsleben und hatten zum Großteil eine abgeschlossene Berufsausbildung. Im engen Kontakt mit dem örtlichen Arbeitsamt und einigen Wirtschaftsbetrieben wurden vereinzelt Arbeitsplätze gefunden und mit Arbeitslosen aus der ASG besetzt. Doch reichte dies nicht aus, um allen ASG-Mitgliedern zu einem Arbeitsplatz zu verhelfen.

Aus dieser Erfahrung und aus dem ständigen Gespräch mit Arbeitslosen entstand bei den für die ASG Verantwortlichen der Gedanke, selbst Perspektiven für diesen Personenkreis zu schaffen. Konkret bedeutete dies, dass die Katholische Kirchengemeinde Peine selbst Dauerarbeitsplätze einrichten sollte. Dafür jedoch wurde ein Instrument zum Wirtschaften benötigt. Der Kirchenvorstand entschloss sich zur Gründung einer gemeinnützigen GmbH, da diese Rechtsform verschiedene Vorteile im Hinblick auf die spezifische Zielsetzung aufweist.

Zielsetzung
Die LABORA gGmbH hat sich zur Aufgabe gemacht, wirtschaftlich benachteiligte Personen - insbesondere schwerst vermittelbare Langzeitarbeitslose und Sozialhilfeempfänger - sozial zu betreuen und beruflich zu qualifizieren. Diesen Gesellschaftszweck sollen eigens dafür gegründete Betriebe erfüllen, in denen handwerkliche und andere berufsspezifische Fähigkeiten und Fertigkeiten vermittelt werden. Neben der Qualifikation steht dabei jedoch die soziale Komponente im Vordergrund. Häufig muss mit den neuen Mitarbeitern erst die Einhaltung eines geregelten Tagesablaufes als Grundlage jeder Berufstätigkeit eingeübt werden.