Soziale Trainingskurse (STK)

Entstehung und Entwicklung
Die Sozialen Trainingskurse sind ein ambulantes sozialpädagogisches Betreuungsangebot, das bei der LABORA gGmbH seit April 1993 besteht. Aufgenommen werden Jugendliche und Heranwachsende, die als Erziehungsmaßnahme per jugendrichterlicher Weisung hierzu verurteilt wurden. Pro Jahr können bis zu 30 Teilnehmer/innen in das Betreuungsangebot aufgenommen werden.

Zielgruppe
Die Maßnahme richtet sich an junge Menschen zwischen 14 und 21 Jahren, die ihren ersten Wohnsitz im Landkreis Peine haben und aufgrund einer Straftat vom Amtsgericht Braunschweig oder Peine zu einer ambulanten Maßnahme nach dem Jugendgerichtsgesetz verurteilt wurden. Eine Aufnahme in den Kurs kann auch erfolgen auf Basis der Freiwilligkeit oder als zeitnahe Intervention z. B. im schulischen Kontext als Begleitung bzw. Vermeidung einer Suspendierung. Die Aufnahme erfolgt immer durch die Zuweisung der Jugendgerichtshilfe des Landkreises Peine.

Inhalte und Ziele

  •    Aufbau und Entwicklung tragfähiger Beziehungen zwischen dem/der BetreuerIn und dem jungen
       Menschen
  •    Entwicklung eines realistischen Selbstbildes
  •    Auseinandersetzung mit gesellschaftlichen Normen und Werten
  •    Motivierung zur Erfüllung gerichtlicher Auflagen
  •    Auseinandersetzung mit Menschen und Situationen
  •    Vermittlung von Erfolgserlebnissen und Bestätigungen von Leistungen
  •    Unterstützung bei der Bewältigung von Partnerschaftskonflikten
  •    Krisenintervention
  •    Regelmäßige Überprüfung und Erörterung von Entwicklungsfort- bzw. –rückschritten
  •    Förderung von Eigenverantwortlichkeit und Verantwortungsübernahme in sozialen Beziehungen
  •    Förderung von Toleranz und Respekt
  •    Förderung eines angemessenen Umgangs mit Gefühlen
  •    Gesundheitsförderung
  •    Aufbau von Therapiemotivation bei Suchtgefährdeten und Abhängigen
  •    Aufbau durch Training im Bereich Freizeitgestaltung

Zur Erfüllung der benannten Ziele werden der handlungs-, erlebnis- sowie themen- und problemorientierter Ansatz verfolgt. In Absprache mit den TeilnehmerInnen und/oder deren Erziehungsberechtigten können in Kooperation mit regionalen sozialen Einrichtungen und Institutionen, aber auch Lehrern, Trainern und Freunden weitergehende ganzheitliche Hilfen ermöglicht werden.

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