Betreuungsweisungen (BTW)

Entstehung und Entwicklung
Die Betreuungsweisungen sind aus der Maßnahme des Sozialen Trainingskurses heraus entstanden und werden seit 2008 durchgeführt. Die intensive Betreuungsform soll gewährleisten, dass auch junge Menschen erreicht werden, die bereits mehrfach gravierende Straftaten begangen haben und/oder sozial erheblich benachteiligt sind.

Zielgruppe
Die Maßnahme richtet sich an junge Menschen zwischen 14 und 21 Jahren, die ihren ersten Wohnsitz im Landkreis Peine haben und aufgrund einer Straftat vom Amtsgericht Braunschweig oder Peine zu einer ambulanten Maßnahme nach dem Jugendgerichtsgesetz verurteilt wurden. Die Zuweisung erfolgt durch die Jugendgerichtshilfe des Landkreises Peine und der/die TeilnehmerIn wird von dem/der MitarbeiterIn der LABORA gGmbH zu einem Erstgespräch eingeladen.

Inhalte und Ziele

  •     Aufbau und Entwicklung tragfähiger Beziehungen zwischen dem/der BetreuerIn und dem
        jungen Menschen
  •     Entwicklung eines realistischen Selbstbildes
  •     Auseinandersetzung mit gesellschaftlichen Normen und Werten
  •     Motivierung zur Erfüllung gerichtlicher Auflagen
  •     Auseinandersetzung mit Menschen und Situationen
  •     Vermittlung von Erfolgserlebnissen und Bestätigungen von Leistungen
  •     Unterstützung bei der Bewältigung von Partnerschaftskonflikten
  •     Krisenintervention
  •     Regelmäßige Überprüfung und Erörterung von Entwicklungsfort- bzw. –rückschritten
  •     Förderung von Eigenverantwortlichkeit und Verantwortungsübernahme in sozialen Beziehungen
  •     Förderung von Toleranz und Respekt
  •     Förderung eines angemessenen Umgangs mit Gefühlen
  •     Gesundheitsförderung
  •     Aufbau von Therapiemotivation bei Suchtgefährdeten und Abhängigen

Zur Erfüllung der benannten Ziele werden der handlungs-, erlebnis- sowie themen- und problemorientierter Ansatz verfolgt. In Absprache mit den TeilnehmerInnen und/oder deren Erziehungsberechtigten können in Kooperation mit regionalen sozialen Einrichtungen und Institutionen, aber auch Lehrern, Trainern und Freunden weitergehende ganzheitliche Hilfen ermöglicht werden.